Artikel vom 03.03.2025

Neptun ist ein Planet, der am äußersten Rand unseres Sonnensystems seine Bahnen zieht und ca. 165 Jahre für einen Umlauf durch den gesamten Tierkreis braucht. Neptun, der römische Gott des Meeres und der Fließgewässer. Sein Zeichen ♆ ist ein stilisierter Dreizack, die Waffe des Meeresgottes.

Vor 14 Jahren, im Februar 2012 ist er in das Zeichen Fische, sein Domizil gewechselt. Mundan-astrologisch (auf die Gesellschaft bezogen) steht eine solche Phase für starkes Mitgefühl, das Auflösen von Grenzen, für Bewusstseinserweiterung. Die Generation, die hier geborenen ist, hat unter Umständen einen starken direkten Bezug zur Wahrheit und ein Vertrauen in die Natur und den Kosmos. 

Individual-astrologisch ist die Stellung des Neptuns in den Häusern jedoch wesentlich bedeutsamer. So neigen Menschen mit Neptun im ersten Haus zu großer Sensibilität und besitzen oft feine Antennen. Diese ausgeprägte Intuition und lebhafte Fantasie, diese schöpferischen Ideen sind jedoch auch manchmal von einer gewissen Melancholie begleitet. Wenn jetzt zum Ende des Monats März der Planet Neptun aus den Fischen für 7 Monate in den Widder geht, bevor er auf Grund der Rückläufigkeit für wenige Monate wieder zurück in die Fische kommt, dann ist dieser Wechsel mehr als nur ein „normaler Zeichenwechsel“. 

Warum das so ist, schauen wir uns jetzt an:

 

Der Tierkreis beginnt mit dem Frühlingspunkt bei 0 Grad Widder und er endet mit dem letzten Grad des Fische-Zeichens. Im Widder beginnt damit alles Sein, startet der Prozess der Inkarnation des Ichs und des Bewusstseins schlechthin. Im Zeichen Fische schließt sich

der Kreis. Bevor etwas wieder beginnen kann, muss sich, metaphorisch betrachtet, zuerst alles auflösen, verschmelzen und im All-Eins aufgehen. Dadurch ergeben sich kaum größere Gegensätze, als wie zwischen diesen beiden Zeichen. Geht es in den Fischen um Verständnis und Mitgefühl mit allen Wesen, so geht es im Widder auch um Ego, um das pure Ich. Wenn wir den neuen amerikanischen Präsidenten reden hören „America First“, dann zeigt sich dort schon etwas von diesem neuen Zeitgeist. So wie beim letzten Durchgang durch den Widder (1861-1874 Amerikanischer Bürgerkrieg) kommen jetzt markige Sprüche aus Washington. So wie damals Bismarck ein starkes Kaiserreich forderte, hört man jetzt wieder starke Sprüche aus Berlin.

Wenn Neptun in den Widder geht, erzeugt dies eine sehr spezielle Mischung von Energien, die sowohl inspirierend als auch herausfordernd sein werden. Einerseits stärkt dies unseren inneren Antrieb und unseren Ehrgeiz (Widder) und stimuliert damit unsere kreative Energie und die Bereitschaft bei der Umsetzung unserer Visionen auch Risiken einzugehen. Zur Schattenseite des Neptuns gehören nun mal Illusionen, Täuschungen, Eskapismus und Realitätsferne. Deshalb ist es für uns alle jetzt wichtig, geerdet zu bleiben und einen klaren Geist zu bewahren und mit guter Laune und Optimismus durch diese manchmal aufwühlenden, emotionalen Zeiten so elegant wie möglich „zu segeln“.